Wenn Trauer keine Privatsache ist

Die Gewerkschaften GÖD und VIDA präsentierten gemeinsam mit dem Verein Rundumberatung und der ÖBV am 23. Jänner 2018 einen neuen Ratgeber für den Umgang mit Todesfällen am Arbeitsplatz. 

„Mit diesem Trauerratgeber geben wir Kolleginnen und Kollegen eine Hilfestellung, um mit Trauersituationen am Arbeitsplatz bewusster umzugehen. Das dient der kritischen Auseinandersetzung mit der Tabuisierung von Trauer, um den direkten Umgang mit Verlusten wieder stärker ins soziale Leben zu rücken“, betonte Norbert Schnedl, Vorsitzender der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst und ÖGB-Vizepräsident. „Bewusste Trauerarbeit erleichtert die Bewältigung und muss somit auch Eingang in den beruflichen Alltag finden“, so Schnedl.

Monika Gabriel, Vorsitzende-Stellvertreterin und Bereichsleiterin der GÖD-Frauen ergänzte: „Speziell im Berufsleben wäre es wichtig, wenn man vom Ableben einer Kollegin oder eines Kollegen erfährt, im unmittelbaren Arbeitsumfeld Zeit und Raum für Trauer zuzulassen und Anteilnahme zu zeigen. Es trauert jeder anders und auch das muss akzeptiert werden“.

Im Rahmen der Präsentation plädierten die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) und die Gewerkschaft vida für die Umsetzung von betrieblichen Unterstützungsformen, da ein richtiger, wertschätzender und menschlicher Umgang mit betroffenen ArbeitnehmerInnen notwendig ist. Hierfür wollen die Gewerkschaften bis zum Sommer eine Musterbetriebsvereinbarung erarbeiten.

Der Ratgeber „Wenn Trauer keine Privatsache ist“ ist unter folgendem Link als Download erhältlich:

https://goed.at/service/downloadbereich/trauerratgeber/

vgl. OTS0070, 23.01.2018 10:42