Schnedl: Große Steuerentlastung erreicht!

„Wir haben eine deutliche Lohnsteuerentlastung für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eingefordert, insbesondere für jene, die die Hauptlast des Steueraufkommens tragen. Das ist gelungen. Die Kernforderungen der Fraktion Christlicher Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter wurden umgesetzt“, bewertet der Bundesvorsitzende der FCG, ÖGB-Vizepräsident Norbert Schnedl, das von der Regierung vorgelegte Steuerreformpaket in einer Ersteinschätzung positiv.

„5,2 Milliarden Euro Gesamtentlastung, davon 5 Milliarden Lohnsteuerentlastung durch Veränderung der Steuertarifstufen und Maßnahmen für Niedrigverdienerinnen und Niedrigverdiener. Der Eingangssteuersatz wird von 36,5 Prozent auf 25 Prozent gesenkt. Die Steuerstufen werden deutlich gestreckt, dadurch greift der 50 Prozent-Steuersatz erst ab 90.000,– Euro Jahreseinkommen“, nennt Schnedl einige der wichtigsten Details der vorgelegten Steuerreform, die sich mit den Forderungen der FCG decken.

„Die politischen Zusagen, dass sich die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die Lohsteuerentlastung nicht selbst finanzieren, ist somit ein wichtiger Grundsatz, den wir nicht aus den Augen verlieren werden. Insgesamt ist das vorgestellte Steuerreformpaket für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sehr erfreulich und bringt eine deutliche Erhöhung der Kaufkraft für alle. Und das war für uns das Hauptziel“, schließt Schnedl.

Gabriel: Anhebung des Frauenpensionsalters finanziert keine Steuerreform

„Will man beim Reiten vorankommen, so muss man das Pferd von vorne aufzäumen“, kommentiert die Bundesfrauenvorsitzende der FCG, Monika Gabriel, den Vorstoß von ÖVP-Bundesparteiobmann Reinhold Mitterlehner zur Anhebung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters bei den Frauen. Gabriel: „Es gibt derzeit wesentlich größere Herausforderungen in Österreich zu lösen, als das gesetzliche Frauenpensionsantrittsalter anzuheben. Die Situation am Arbeitsmarkt ist derzeit fast als prekär zu bezeichnen und eine Entspannung ist nicht in Sicht. Die Aufgabe der Politikerinnen und Politiker, aber auch aller Arbeitgeber, ist es Rahmenbedingungen für Gleichstellung zu schaffen. So müssen Kindererziehungszeiten besser angerechnet werden, Arbeitsplätze – und hier vor allem Vollzeitarbeitsplätze – für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer geschaffen werden sowie die betriebliche Gesundheitsförderung ausgebaut werden, bevor man über die Anhebung des gesetzlichen Frauenpensionsantrittsalters sprechen kann.“ In der derzeitigen Situation würde eine vorgezogene Angleichung des Pensionsantrittsalters zusätzliche Problemfelder – besonders am Arbeitsmarkt – aufwerfen. „Außerdem muss gegenüber den betroffenen Jahrgängen ein Vertrauensschutz aber auch eine Zukunftsperspektive gewährleistet sein, da sich die individuelle Lebensplanung (Pensionsübertritte, Altersvorsorge) danach orientiert“, so Gabriel abschließend