Sozialpartnerschaft ist ein Erfolgskonzept der Zweiten Republik


Delegierte aus ganz Österreich trafen sich heute, Dienstag, dem 25. Oktober 2017, zum FCG-Pensionist/innen-Forum. Kurt Kumhofer wurde mit überwältigender Mehrheit zum neuen Vorsitzenden der FCG-Pensionist/innen gewählt. Der einstimmig beschlossene Leitantrag beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit den Themen Pensionen, Gesundheit und Pflege. Kumhofer betonte in seiner Rede, dass die Agenda der Pensionistinnen und Pensionisten eine sehr umfangreiche sei: „Wir haben auch in den nächsten fünf Jahren viel zu tun, um ein Sprachrohr für unsere Generation zu sein.“ 

Der Bundesvorsitzende der FCG, GÖD-Vorsitzender, ÖGB-Vizepräsident Norbert Schnedl, bekräftigte beim Pensionist/innen-Forum der FCG einmal mehr: „Die Sozialpartnerschaft ist ein Erfolgskonzept der Zweiten Republik. Ihr habt diese als Pionierinnen und Pioniere aufgebaut. Die Sozialpartnerschaft ist wichtig für den Zusammenhalt der Gesellschaft. Die sozialen Sicherungssysteme sind von den Sozialpartnern geschaffen worden und tragen wesentlich zum sozialen Frieden in Österreich bei. Für diesen institutionellen Interessensausgleich werden wir weltweit als Vorzeigeland gesehen.“

„Die Digitalisierung betrifft alle Gesellschaftsgruppen. Aufgabe der Gewerkschaft ist dafür zu sorgen, dass von diesen neuen technischen Möglichkeiten auch alle profitieren“, forderte Schnedl. Zu den laufenden Lohn- und Gehaltsverhandlungen hielt er fest, dass von der derzeitigen überaus positiven Wirtschaftsentwicklung alle profitieren müssen.

Norbert Schnedl bedankte sich bei allen FCG-Pensionistinnen und FCG-Pensionisten für ihr Engagement und wünschte dem neu gewählten Vorsitzenden Kurt Kumhofer mit seinem Team alles Gute für die kommende Periode.

Auch die Präsidentin des Seniorenbundes, Ingrid Korosec, bedankte sich für das Engagement der Seniorinnen und Senioren: „Weil wir unsere Stimme immer erheben, wenn es notwendig ist, kann man uns auch nicht überhören. Wir werden uns in den Regierungsverhandlungen im Sinne der Seniorinnen und Senioren einsetzen. Denn gerade im Bereich der Pflege gibt es viel zu tun.“

Der langjährige FCG-Bundespensionistenvorsitzende, Otto Vanura, wurde mit seinen knapp 92 Jahren vom II. Nationalratspräsidenten und Ehrenringträger der FCG, Fritz Neugebauer, für seine Verdienste geehrt. Das Hauptreferat von Alfred Zankanella zum Thema „Welche Werte geben uns Orientierung im 21. Jahrhundert?“ fand überaus großen Anklang.

 

Schnedl: Unser Pensionssystem ist gut aufgestellt!

„Die von bestimmten Kreisen gesteuerte Panikmache bezüglich des österreichischen Pensionssystems ist absurd. Die in diesem Zusammenhang erhobenen Forderungen würden zu massiven Pensionskürzungen führen und das Umlagesystem insgesamt in Frage stellen. Die Umlagefinanzierung im österreichischen Pensionssystem sorgt für Stabilität und ist seit Jahrzehnten krisenfest. Wenn sog. „Pensionsexperten“ eine „Unfinanzierbarkeit“ des Systems behaupten, ist das rein interessengeleitet. Mit den Fakten hat das nichts zu tun. Laut Berechnungen des Finanzministeriums steigen die Kosten des Pensionssystems bis 2060 um 0,5 Prozentpunkte des BIP an. Bei dem zu erwartenden Anstieg der älteren Personen bis zu diesem Zeitpunkt muss diese Perspektive für eine der reichsten Volkswirtschaften dieser Welt wohl leicht bewältigbar sein“, kritisiert der Bundesvorsitzende der Christgewerkschafterinnen und Christgewerkschafter, ÖGB-Vizepräsident Norbert Schnedl, die von der Industrie, Teilen der Wirtschaft und anderen lancierte unsachliche Diskussion zur Diskreditierung eines gut funktionierenden Systems.

„Das Umlagesystem braucht – im Gegensatz zu jedem kapitalgedeckten System – keine Vergangenheit und unterliegt nicht den extremen Schwankungen des Kapitalmarktes. Ziel des österreichischen Pensionssystems ist die Lebensstandardsicherung und das soll auch so bleiben“, so Schnedl.

„Die Drittelfinanzierung des Systems – ein Drittel zahlen die Arbeitnehmer, ein Drittel die Arbeitgeber und ein Drittel wird aus Steuermitteln bestritten – ist eine bewährte Grundlage, die auch Krisen sehr gut überstanden hat. Unser solidarisches Pensionssystem ist krisenfest und hat sehr wesentlich zum sozialen Frieden in Österreich beigetragen“, schließt Schnedl.

FCG-Pensionist/innen fordern Einkommensverbesserung für Bezieher/innen niedriger Pensionen

„Die Berechnungsmethode der Inflation muss dringend verändert werden“, schließt sich der gf. Vorsitzende Kurt Kumhofer in der Sitzung der FCG-Pensionistinnen und Pensionisten vollinhaltlich der von Uni.-Prof. Jürgen Huber und dem Tiroler Caritas Direktor Georg Schörmer geäußerten Kritik an.

Die derzeitige Praxis, den Verbraucherpreisindex für alle Einkommensgruppen einheitlich zu berechnen, stellt eine extreme Benachteiligung der untersten Einkommens- und Pensionsbezieherinnen und -bezieher dar, weil diese einen Hauptteil für Lebensmittel und Wohnen ausgeben müssen.

Kumhofer fordert die Regierung auf diese Schieflage zu verändern, um eine umgreifende Verarmung Bezieherinnen und Bezieher niedriger Pensionen zu verhindern. Es bedürfe daher einer dringenden Reform des Haushaltsindexes, um den unterschiedlichen Haushaltsaufwand, der einkommensschwache Haushalte besonders benachteiligt, bei der Pensionsanpassung auszugleichen.

„Die FCG-Pensionistinnen und Pensionisten fordern hier die Regierung auf, mehr Gerechtigkeit walten zu lassen und das bedeutet mehr, als das Wort auf großflächige Plakate zu schreiben“, so Kumhofer abschließend.

FCG-Pensionist/innen fordern Einkommensverbesserung für Bezieher/innen niedriger Pensionen

„Die Berechnungsmethode der Inflation muss dringend verändert werden“, schließt sich der gf. Vorsitzende Kurt Kumhofer in der Sitzung der FCG-Pensionistinnen und Pensionisten vollinhaltlich der von Uni.-Prof. Jürgen Huber und dem Tiroler Caritas Direktor Georg Schörmer geäußerten Kritik an.

Die derzeitige Praxis, den Verbraucherpreisindex für alle Einkommensgruppen einheitlich zu berechnen, stellt eine extreme Benachteiligung der untersten Einkommens- und Pensionsbezieherinnen und -bezieher dar, weil diese einen Hauptteil für Lebensmittel und Wohnen ausgeben müssen.

Kumhofer fordert die Regierung auf diese Schieflage zu verändern, um eine umgreifende Verarmung Bezieherinnen und Bezieher niedriger Pensionen zu verhindern. Es bedürfe daher einer dringenden Reform des Haushaltsindexes, um den unterschiedlichen Haushaltsaufwand, der einkommensschwache Haushalte besonders benachteiligt, bei der Pensionsanpassung auszugleichen.

„Die FCG-Pensionistinnen und Pensionisten fordern hier die Regierung auf, mehr Gerechtigkeit walten zu lassen und das bedeutet mehr, als das Wort auf großflächige Plakate zu schreiben“, so Kumhofer abschließend.