Gabriel zum internationalen Tag der Familie

Zum internationalen Tag der Familie erinnert Monika Gabriel, Bundesfrauenvorsitzende der Fraktion Christlicher Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter im ÖGB, dass die Familien eine wesentliche Säule unserer Gesellschaft seien und die bestmöglichste Unterstützung durch Bund, Länder und Gemeinden erhalten müssen. „Familie ist, wo Kinder sind. Zwei Menschen werden sich nur dann, dafür entscheiden eine Familie zu gründen, wenn die Rahmenbedingungen passen. Sind die Rahmenbedingungen, wie Vereinbarkeit von Familie und Beruf und damit verbunden die Kinderbetreuung in Kinderbetreuungseinrichtungen oder bei Tageseltern, für Familien keine guten Bedingungen, so werden immer weniger Familien gegründet. Es ist daher unsere Aufgabe den Familien in Österreich die besten Bedingungen zum Wachsen und Gedeihen zu bieten.“

„In den letzten Jahren sind wichtige Schritte für Familien geschaffen worden. Auch dieses Jahr kommt mit der künftigen antragslosen Familienbeihilfe eine bürokratische Entlastung für Familien in einer ohnehin stressigen Zeit rund um die Geburt ist. Mit der Steuerreform 2016 wird durch die Verdoppelung des Kinderfreibetrages von 220 Euro auf 440 Euro eine weitere Entlastung für Familien mit Kindern in Kraft treten“, so Gabriel weiter.

„Für mich sind Kinder unser wertvollstes Gut. Also muss man die Kinder auch bestmöglichst fördern und nicht darüber diskutieren ob der Gratis-Kindergarten ab Herbst schwierig finanzierbar ist. Wir von den FCG-Frauen fordern, dass das verpflichtende Kindergartenjahr mit dem Gartis-Kindergartenjahr einhergeht um den Kindern auch schon vor dem Schuleintritt die entsprechende Förderung zukommen zu lassen. Kommunen, Länder und Bund müssen hier eine Einigung im Sinne der Familien herbeiführen“, so Gabriel abschließend.

104. Internationaler Frauentag – Es gibt noch immer viel zu tun!

„Der 104. Internationale Frauentag am 8. März ist Anlass, die Errungenschaften zur Gleichberechtigung aufzuzeigen, aber auch darauf aufmerksam zu machen, dass es noch Vieles zu tun gibt, denn von echter Gleichberechtigung ist unsere Gesellschaft noch sehr weit entfernt“, fasst Monika Gabriel, Bundesfrauenvorsitzende der Fraktion Christlicher Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter (FCG), die Herausforderungen in der Frauenpolitik zusammen.

Gabriel: „Gerade für Frauen ist es nach wie vor schwierig sich (gesellschafts-) politisch zu engagieren. Trotz hervorragenden Netzwerken und guter Ausbildung ist die Politik und die Standesvertretung noch immer sehr männlich dominiert. Quoten, Reißverschlusssysteme oder Delegierungsprinzipien mit Vorrang für Frauen sind nur einige wenige Systeme, die dieser Männerdominanz entgegenwirken sollen. Aber auf weite Sicht muss es zur Selbstverständlichkeit werden, dass Frauen und Männer gleichberechtigt und partnerschaftlich die Interessen der Gesellschaft vertreten sollen.“

„Um heute aber nicht nur über Negatives zu Resümieren, muss auch das positive angemerkt werden. Die Novelle des Gleichbehandlungsgesetzes hat – nach langen und zähen Verhandlungen – ein Mehr an Transparenz gebracht. In vielen Bereichen zeigen sich positive Auswirkungen dieser Novelle, wie zum Beispiel, dass das Anführen von Mindestbezahlung bei Stellenausschreibungen weitgehend selbstverständlich geworden ist, oder die Erstellung von Einkommensberichten sowie die Übermittlung an die Betriebsratskörperschaften“, so Gabriel weiter.

„Nutzen wir den Tag ganz besonders, um über die Erfolge in der Frauenpolitik zu reflektieren, nutzen wir ihn aber auch, um darüber nachzudenken, was wir tun können, um die Gleichberechtigung in vielen Bereichen weiter voranzutreiben“, fordert Gabriel abschließend.

Gabriel: Anhebung des Frauenpensionsalters finanziert keine Steuerreform

„Will man beim Reiten vorankommen, so muss man das Pferd von vorne aufzäumen“, kommentiert die Bundesfrauenvorsitzende der FCG, Monika Gabriel, den Vorstoß von ÖVP-Bundesparteiobmann Reinhold Mitterlehner zur Anhebung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters bei den Frauen. Gabriel: „Es gibt derzeit wesentlich größere Herausforderungen in Österreich zu lösen, als das gesetzliche Frauenpensionsantrittsalter anzuheben. Die Situation am Arbeitsmarkt ist derzeit fast als prekär zu bezeichnen und eine Entspannung ist nicht in Sicht. Die Aufgabe der Politikerinnen und Politiker, aber auch aller Arbeitgeber, ist es Rahmenbedingungen für Gleichstellung zu schaffen. So müssen Kindererziehungszeiten besser angerechnet werden, Arbeitsplätze – und hier vor allem Vollzeitarbeitsplätze – für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer geschaffen werden sowie die betriebliche Gesundheitsförderung ausgebaut werden, bevor man über die Anhebung des gesetzlichen Frauenpensionsantrittsalters sprechen kann.“ In der derzeitigen Situation würde eine vorgezogene Angleichung des Pensionsantrittsalters zusätzliche Problemfelder – besonders am Arbeitsmarkt – aufwerfen. „Außerdem muss gegenüber den betroffenen Jahrgängen ein Vertrauensschutz aber auch eine Zukunftsperspektive gewährleistet sein, da sich die individuelle Lebensplanung (Pensionsübertritte, Altersvorsorge) danach orientiert“, so Gabriel abschließend

Gabriel zum Internationalen Frauentag: Es gibt noch viel zu tun!

„In den vergangenen 103 Jahren ist im Bereich der Frauenpolitik sehr viel passiert, aber es gibt noch einiges zu tun, bis Frauen und Männer in allen Lebensbereichen eine gelebte Gleichberechtigung erleben können. Hier wird noch sehr viel an Überzeugungsarbeit geleistet werden müssen, damit weitere Verbesserungen umgesetzt werden können“, so die FCG-Bundesfrauenvorsitzende Monika Gabriel anlässlich des 103. Internationalen Frauentages.

Eine Studie der Arbeiterkammer aus dem Februar zeigte auf, dass Frauen mittlerweile besser ausgebildet sind als Männer, aber trotzdem viel häufiger unter ihrem Qualifikationsniveau arbeiten und daher ein geringeres Einkommen haben. Die erst kürzlich veröffentlichten Daten der Statistik Austria brachten zum Vorschein, dass die steigende Erwerbsbeteiligung von Frauen auf einen starken Anstieg der Teilzeitjobs zurückzuführen ist. Die Teilzeitquote stieg von 35,3 Prozent im Jahr 2002 auf aktuell 44,9 Prozent. 

„Dieser hohe Prozentsatz der Frauen in Teilzeit lässt die Befürchtung aufkeimen, dass erwerbstätige Frauen möglicherweise nicht ganz freiwillig in Teilzeit beschäftigt sind, sondern in diese ‚gedrängt‘ werden“, kritisiert Gabriel die derzeitige Situation am Arbeitsmarkt. 

„Die eigenständige und selbstbestimmte Frau muss auch die finanzielle Möglichkeit erhalten, mit ihrem Einkommen auszukommen. Daher sind sichtlich mehr Vollzeitarbeitsplätze notwendig, die von der Arbeitgeberseite zu schaffen sind“, fordert Gabriel die Wirtschaft auf, hier rasch zu handeln, damit jene Frauen, die Vollzeit arbeiten wollen, dies auch können.

Die FCG-Frauen wiederholen anlässlich des Internationalen Frauentages eine ihrer zentralen Forderungen: Jede Frau soll selbst über das Ausmaß ihrer Beschäftigung entscheiden, um jeder dieser Frauen die Auswirkungen einer Teilzeitbeschäftigung zu verdeutlichen, sollen Frauen-, Familien- und Sozialministerium eine Aufklärungskampagne zum Thema „Teilzeitarbeit und ihre Auswirkungen auf die Erwerbsbiographie“ lancieren. 

„Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf darf kein Schlagwort und schon gar nicht zu Lasten der Frau sein. Die chancengleiche Teilhabe von Frauen und Männern im Familien-, Privat- und Erwerbsleben muss auch von Männern stärker angestrebt werden, um hier ein Umdenken in der Gesellschaft zu erreichen“, wünscht sich Gabriel anlässlich des Internationalen Frauentages ein wirklich gemeinsames und partnerschaftliches Miteinander von Mann und Frau im Erwerbsleben und vor allem im Bereich der Familien und Partnerschaften.