Statement von Norbert Schnedl zur Sozialpartnerschaft

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Die Sozialpartnerschaft ist ein wichtiges Thema. Dazu halte ich fest:

Die Sozialpartnerschaft ist ein Erfolgskonzept der Zweiten Republik. Konflikte werden nicht im Wege der bedingungslosen Konfrontation, sondern am Verhandlungstisch ausgetragen. Da findet ein professioneller, faktenbasierter Interessensausgleich statt. Diese Vorgangsweise hat Österreich zu einem der reichsten Länder der Welt gemacht. Es ist schon interessant, dass wir in ganz Europa um diese bestens funktionierende Sozialpartnerschaft beneidet werden, aber im Inland oftmals Kritik daran geübt wird.

Sozialpartnerschaftliche Mitsprache erstreckt sich nicht nur auf Kollektivvertrags- bzw. Gehaltsverhandlungen. Die Organisation und Regelungen der sozialen Sicherungssysteme gehören ebenso dazu wie Verteilungsfragen in allen Lebensbereichen.

Mit diesem institutionalisierten Interessensausgleich wird auch der soziale Friede in Österreich sichergestellt.

Wer die Pflichtmitgliedschaft der Kammern in Frage stellt, hat die Schwächung der Sozialpartnerschaft zum Ziel. Das lehnen wir entschieden ab!

Wir fordern daher von jeder Regierung, egal wie sie zusammengesetzt ist, die Einhaltung sozialpartnerschaftlicher Gepflogenheiten.