Schöls: Sozialpartnerschaft wichtig für eine lebendige Demokratie!

„Nahezu jeden Tag kommt es zu einem Angriff auf die Pflichtmitgliedschaft in den Kammern und damit auf die Sozialpartnerschaft. Österreich wird international um das Modell der Sozialpartnerschaft beneidet. Warum man ein so gut funktionierendes System mit dem Ende der Pflichtmitgliedschaft abschaffen will, ist für mich unverständlich. Vor allem aber ist es unverständlich, dass immer wieder Personen ihre Meinung kundtun, die das System der Kammern und der Sozialpartnerschaft nur aus den Medien kennen“, nimmt Bundesrat a.D. Alfred Schöls, Landesvorsitzender der FCG in Niederösterreich, Stellung zur aktuellen Diskussion.

„Wir stehen zum jahrzehntelang erprobten und bewährten Modell der Sozialpartnerschaft in Österreich. Nahezu 98 Prozent aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind über einen Kollektivvertrag abgesichert. Nur so ist sichergestellt, dass Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Urlaubs- und Freizeitregelungen sowie die Arbeitsbedingungen klar geregelt sind und nicht einseitig ausgehöhlt werden können“, erläutert Schöls die Wichtigkeit der Sozialpartnerschaft.

„Schaut man sich den APA/OGM-Vertrauensindex in der Zeitreihe an, so sieht man, dass die Sozialpartner ein weit höheres Vertrauen der Bevölkerung genießen als die Politiker. Das bestärkt unsere Position einmal mehr. Die Pflichtmitgliedschaft in den Kammern ist ein Wesenselement der Sozialpartnerschaft. Denn nur so kann sichergestellt werden, dass die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht entscheidend geschwächt werden“, so Schöls abschließend.