Lebendige Demokratie!

Ein Kommentar von Norbert Schnedl

Als FCG stehen wir felsenfest zum jahrzehntelang erprobten und bewährten Modell der österreichischen „Sozialpartnerschaft“. Gerade im internationalen Vergleich können wir immer wieder feststellen, wie erfolgreich unser Modell ist, weil fast 98 Prozent aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Lande in ihren Rechten, z.B. bezüglich Urlaub und Freizeit, ihrer Entlohnung und in ihren Arbeitsbedingungen durch Kollektivverträge abgesichert sind. Dies ist möglich, weil drei der vier Sozialpartner, die Wirtschaftskammer, die Landwirtschaftskammer und die Arbeiterkammern als gesetzliche Interessensvertretungen mit dem ÖGB zusammenwirken und uns zum „Weltmeister im sozialen Dialog“ machen. Daher kommt von der FCG ein klares „NEIN“ zur Beschneidung oder Abschaffung der Pflichtmitgliedschaft in den Kammern, weil dies bedeuten würde, dass einzelne Betriebe aus den – in den jeweiligen Branchen mühsam ausverhandelten – Kollektivverträgen aussteigen könnten. Das ist weder im Interesse unserer Mitglieder, noch kann es im Interesse der Wirtschaft sein, wenn faire Betriebe, die sich an die Spielregeln halten, in einen unfairen Wettbewerb gedrängt werden. Arbeitnehmerrechte dürfen nicht geschwächt werden!

Im Grundsatzprogramm der FCG haben wir unsere Bekenntnisse zur Freiheit und Demokratie, zur Rechtsstaatlichkeit und zu den uns tragenden Grundwerten aus der „Christlichen Soziallehre“ festgeschrieben. Damit diese Werte auch gelebt werden, haben wir immer wieder unsere Mitglieder und Funktionärinnen und Funktionäre ermutigt, sich auf allen Ebenen politisch zu engagieren. Damit christlich-soziale Politik in Österreich wieder Vorrang hat!