Gabriel zum Internationalen Frauentag: Es gibt noch viel zu tun!

Gesellschaftliche Balance und Chancengleichheit sind weiterhin die Herausforderungen von Heute und Morgen

„In den vergangenen 103 Jahren ist im Bereich der Frauenpolitik sehr viel passiert, aber es gibt noch einiges zu tun, bis Frauen und Männer in allen Lebensbereichen eine gelebte Gleichberechtigung erleben können. Hier wird noch sehr viel an Überzeugungsarbeit geleistet werden müssen, damit weitere Verbesserungen umgesetzt werden können“, so die FCG-Bundesfrauenvorsitzende Monika Gabriel anlässlich des 103. Internationalen Frauentages.

Eine Studie der Arbeiterkammer aus dem Februar zeigte auf, dass Frauen mittlerweile besser ausgebildet sind als Männer, aber trotzdem viel häufiger unter ihrem Qualifikationsniveau arbeiten und daher ein geringeres Einkommen haben. Die erst kürzlich veröffentlichten Daten der Statistik Austria brachten zum Vorschein, dass die steigende Erwerbsbeteiligung von Frauen auf einen starken Anstieg der Teilzeitjobs zurückzuführen ist. Die Teilzeitquote stieg von 35,3 Prozent im Jahr 2002 auf aktuell 44,9 Prozent. 

„Dieser hohe Prozentsatz der Frauen in Teilzeit lässt die Befürchtung aufkeimen, dass erwerbstätige Frauen möglicherweise nicht ganz freiwillig in Teilzeit beschäftigt sind, sondern in diese ‚gedrängt‘ werden“, kritisiert Gabriel die derzeitige Situation am Arbeitsmarkt. 

„Die eigenständige und selbstbestimmte Frau muss auch die finanzielle Möglichkeit erhalten, mit ihrem Einkommen auszukommen. Daher sind sichtlich mehr Vollzeitarbeitsplätze notwendig, die von der Arbeitgeberseite zu schaffen sind“, fordert Gabriel die Wirtschaft auf, hier rasch zu handeln, damit jene Frauen, die Vollzeit arbeiten wollen, dies auch können.

Die FCG-Frauen wiederholen anlässlich des Internationalen Frauentages eine ihrer zentralen Forderungen: Jede Frau soll selbst über das Ausmaß ihrer Beschäftigung entscheiden, um jeder dieser Frauen die Auswirkungen einer Teilzeitbeschäftigung zu verdeutlichen, sollen Frauen-, Familien- und Sozialministerium eine Aufklärungskampagne zum Thema „Teilzeitarbeit und ihre Auswirkungen auf die Erwerbsbiographie“ lancieren. 

„Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf darf kein Schlagwort und schon gar nicht zu Lasten der Frau sein. Die chancengleiche Teilhabe von Frauen und Männern im Familien-, Privat- und Erwerbsleben muss auch von Männern stärker angestrebt werden, um hier ein Umdenken in der Gesellschaft zu erreichen“, wünscht sich Gabriel anlässlich des Internationalen Frauentages ein wirklich gemeinsames und partnerschaftliches Miteinander von Mann und Frau im Erwerbsleben und vor allem im Bereich der Familien und Partnerschaften.