Neues Imagevideo der FCG zum Familienbonus PLUS

Das neue Jahr steht vor der Türe und bringt mit dem Familienbonus Plus eine große Steuerentlastung für Familien. Darum freuen wir uns besonders Ihnen mit diesem Beitrag das neue Imagevideo der FCG präsentieren zu können. Zu Wort kommen der Abgeordnete zum Nationalrat, Klubobmann der ÖVP und Bundesobmann des ÖAAB August Wöginger, unser Bundesvorsitzender der FCG, ÖGB-Vizepräsident und Vorsitzender der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) Norbert Schnedl und unsere Stellvertreterin des Bundesvorsitzenden und Bundesfrauenvorsitzende der FCG Monika Gabriel.

 

„Vorrang Mensch! Antworten auf Zukunftsfragen“ – Pressekonferenz und Buchpräsentation

Unsere Weltwirtschaft und Gesellschaft ändern sich in einer nie dagewesenen Geschwindigkeit. Doch wie lässt sich die Balance zwischen einer leistungsfreundlichen Wirtschaft, Solidarität und Umweltschutz aufrechterhalten? Das Rezept zur Bewahrung dieses Gleichgewichtes wurde bereits vor 30 Jahren von Josef Riegler und einigen anderen europäischen Vordenkern entwickelt und in weiterer Folge von der FCG in das Grundsatzprogramm aufgenommen: die „Ökosoziale Marktwirtschaft“.

Auf Initiative unseres FCG-Vorsitzenden Dr. Norbert Schnedl wurde anlässlich des 80. Geburtstages von Josef Riegler das Buch „Vorrang Mensch“ vom Verlag DTW – Denk- und Textwerkstatt! produziert und gestern Vormittag im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt.

Video zur Pressekonferenz:

Das Video zur gestrigen Pressekonferenz kann ab sofort auch online angeschaut werden, wobei wir uns besonders bei Anja-Therese Salomon für die Produktion des Videos bedanken:

 

Textauszug aus der Presseunterlage:

Die Ökosoziale Marktwirtschaft ist kein Auslaufmodell, sie ist Zukunftsvision!

Der Erhalt von Wohlstand, optimalen Lebensbedingungen und einer gesunden Umwelt ist eine Frage der Zukunftschancen ganzer Generationen. Einen Lösungsansatz, den unser Jubilar, Vizekanzler a.D. DI Josef Riegler geradezu visionär in die politische Debatte eingebracht hat und nach wie vor einbringt, bietet die Ökosoziale Marktwirtschaft, indem die Ebene der Umweltverantwortung ergänzt wird. Es braucht eine Wirtschafts- und Sozialordnung, die wirtschaftliche Leistung und menschenwürdige Lebens- und Arbeitsbedingungen sowie ökologische Vernunft gleichermaßen gewährleistet. Im Buch „Vorrang Mensch“ wird die Ökosoziale Marktwirtschaft als Notwendigkeit verdeutlicht, damit der soziale Frieden in Europa gestärkt und eine lebenswerte Umwelt erhalten bleibt.

Wenn wir sozialen Frieden sicherstellen wollen, muss wirtschaftliches Handeln dazu führen, dass alle Mitglieder der Gesellschaft davon profitieren – und zwar wirklich alle. Eine Schlüsselfunktion liegt bei Europa. Dazu braucht es auch die Unterbindung von Steuervermeidungsstrategien international agierender Großkonzerne. Nur so ist Steuergerechtigkeit und eine ÖkosozialeMarktwirtschaft für den Standort Europa gesichert. Josef Riegler hat sein Leben in den Dienst der Umsetzung einer „Ökosozialen Marktwirtschaft“ – einer großen Idee – gestellt.

Wenn ein österreichischer bedeutender Politiker den Begriff „elder statesman“ für sich in Anspruch nehmen kann, dann ist es zweifellos Josef Riegler.

Schnedl: Bekenntnis der Regierung zu guten Lohnabschlüssen ist zu begrüßen

“Die Aufforderung von Bundeskanzler Sebastian Kurz und Vizekanzler BM Heinz-Christian Strache zu guten Gehaltsabschlüssen im Rahmen der sozialpartnerschaftlichen Verhandlungen sind zu begrüßen. Die hervorragende Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes und die gute wirtschaftliche Situation sind überwiegend Ergebnis der Einsatzbereitschaft aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in allen Bereichen”, sieht FCG-Chef Norbert Schnedl, der auch GÖD-Vorsitzender ist, in den Aussagen von der Regierungsspitze einen positiven Impuls für die anstehenden Lohn- und Gehaltsverhandlungen. 

“Wir alle wissen, dass eine deutliche Kaufkraftsteigerung in allen Bereichen positive Effekte auf Wachstum, Beschäftigung und Stabilität hat. Der Binnenkonsum war und ist eine wesentliche Stütze der positiven wirtschaftlichen Entwicklung in Österreich”, hält Schnedlabschließend fest und kann die parteipolitisch motivierte Kritik an den Aussagen nicht nachvollziehen.

Digitalisierung: „Den Wandel gestalten“

Die Schlagwörter Globalisierung, Digitalisierung, Robotisierung, künstliche Intelligenz trampeln wie wild gewordene Pferde durch den Arbeitsmarkt. Mit ihnen kommt eine neue und stark veränderte Arbeitswelt. 

Harte Tatsachen 

Seit dem Einsatz von Computern, Internet und Robotern in vielen Branchen, hat sich die Welt verändert. Künstliche Intelligenz in Maschinen ist der nächste Schritt. Eine neue und andere Form von Wirtschaft entsteht. Produktion, Handel und der gesamte Arbeitsmarkt verändern sich.

Harte Wahrheiten 

Amazon beschäftigt im Lager fast so viele Roboter wie Menschen. In einigen Branchen geht fast ein Drittel der menschlichen Arbeitsplätze verloren. Neue Arbeitsplätze sollen kommen – statistisch wenigstens, d.h. zahlenmäßig. Die neuen Arbeitsplätze brauchen allerdings eine neue und höhere Qualifikation. 

Bisher waren Arbeit und Sozialversicherung aneinandergebunden. Roboter (und ihre Besitzer) zahlen keine Sozialversicherung. Und: 28% der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer befinden sich jetzt schon in einem sogenannten prekären Arbeitsverhältnis, davon viele im Niedriglohnsektor. Der Rest arbeitet in Teilzeit aber auch in „Homework“, basierend auf Jobs von Internetplattformen. 60% der geringfügig Beschäftigten sind unter 35 Jahre alt! Da stellt sich die Frage: Wie wird ihre Alterspension aussehen? 

Arbeit neu 

Der gewerkschaftliche und gesetzliche Begriff „Erwerbsarbeit“ muss neu gefasst werden: der „Industrie 4.0“ muss die „Arbeit 4.0“ gegenüberstehen. In der „alten“ Industrie war vieles, auch im Büro, Handarbeit mit Köpfchen. Im Digitalen Zeitalter geht es um Kopfarbeit mit körperlichem Einsatz. Computer und computergestützte Maschinen werden von Personen bedient. Rhythmus und Tempo der Maschinen werden Taktgeber für den Menschen. 

Der Arbeitsplatz ist nicht immer die „Firma“. Bisher stellte der Arbeitgeber Räume, Maschinen, Werkzeug und Arbeitsprogramm. Er trug das unternehmerische Risiko. Jetzt trägt das oft die Auftragnehmerin / der Auftragnehmer. Vor allem die „Ein-Personen-Unternehmen“ haben bisher keinen Platz im Sozial- und Arbeitsrecht. 

Die Arbeitszeit ist ungeregelt (oft höher), der Lohn ist oft geringer. Die Produktivität wächst, der Mensch wird dabei krank und hat kaum Anteil am Produktivitätszuwachs. Perioden der Arbeitslosigkeit unterbrechen Versicherungszeiten. 

Gewerkschaft und Wirtschaft sind gefordert 

Daher brauchen wir neue Regelungen für Erwerbsarbeit, Arbeitsschutz, Arbeitszeit und versicherungsmäßig anrechenbare Arbeitsperioden. Sie müssen rechtlich-bindend, wirtschaftlich-erträglich und zukunftsorientiert sein, denn die Entwicklung nimmt an Tempo zu. Dabei sind alle gefordert: Gewerkschaften, die Wirtschaft und der gesetzgebende Staat. Er soll ja das Gemeinwohl – das Wohlergehen aller Bürger – sichern. 

Sozialpartnerschaft neu 

Um das zu erreichen, braucht es nicht weniger, sondern mehr und eine neue Form der Sozialpartnerschaft. Neue Modelle für Erwerbsarbeit, Arbeitszeit und Karriereplanung sollen der Arbeitnehmerin / dem Arbeitnehmer eine sichere Zukunft geben. Lebenslanges Lernen, Umschulung und Bildungskarenz gewinnen an Bedeutung. Auch die pensionswirksame Anrechnung dieser Bildungszeiten steht zur Diskussion. 

Bildung und Weiterbildung als Weg 

Dabei braucht die Wirtschaft, mit ständig neuen technischen und digitalen Anforderungen, aber auch die Arbeitnehmerin / der Arbeitnehmer, die Neues „lernen“ müssen, die Möglichkeit der Bildung. Umschulung und Weiterbildung sind Anteile am Produktivitätsgewinn. Alle sind Nutznießer davon, so auch der Staat, der durch Steuern und Abgaben aus Arbeit und Produktion Wirtschaft stützen und Sozialpolitik finanzieren kann. 

Abschied von gestern 

Wer der Vergangenheit nachtrauert, ist heute von gestern. Wer nur ans Heute denkt, ist schon morgen von gestern. Das gilt auch für uns Christgewerkschafterinnen und Christgewerkschafter. Weil der Mensch im Mittelpunkt steht, müssen wir mit Blick in die Zukunft jetzt die ersten Schritte planen. Als Gewerkschaft im Gespräch mit Wirtschaft und Regierung. Als Kolleginnen und Kollegen im Gespräch mit allen, vor allem mit den Jungen: Wir brauchen alle nicht nur die Möglichkeit, sondern auch die Motivation zum lebenslangen Lernen. 

Schnedl: Die Forderung nach voller Anrechnung von Karenzzeiten wird unterstützt!

Die FCG fordert seit vielen Jahren die volle Anrechnung von Karenzzeiten. Das verbessert die Situation von Frauen in der Berufswelt und verkleinert die Gehaltsschere. 

„ÖAAB-Obmann August Wöginger greift mit seiner Forderung nach besserer Anrechnung von Karenzzeiten nach dem Mutterschutzgesetz und Väterkarenzgesetz eine langjährige FCG-Position auf. Ich begrüße diese politische Initiative ausdrücklich“, unterstützt der FCG-Bundesvorsitzende und ÖGB-Vizepräsident Norbert Schnedl, der auch GÖD-Chef ist, die von ÖVP-Klubobmann und ÖAAB-Chef August Wöginger erhobene Forderung. 

„Das was in einigen Kollektivverträgen bereits geregelt ist, soll für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Ausmaß von 24 Monaten Vollanrechnung von Karenzzeiten gelten. Die Anrechnung von Karenzzeiten für die Vorrückung in den Gehaltsschemata verbessert die Situation von Frauen und Männern in der Berufswelt und wird die sogenannte Gehaltsschere verkleinern“, erklärt Schnedl die Notwendigkeit der Forderung. 

„Eine Familie zu gründen und die damit verbundene Kindererziehung sind enorm wichtige gesellschaftliche Leistungen, die durch begleitende Maßnahmen bestmöglich unterstützt werden müssen. Mit der Umsetzung dieser Forderung wäre ein wesentlicher Schritt gesetzt. Deshalb ist diese wichtige Initiative auf allen Ebenen zu unterstützen“, schließt Schnedl.

Ein Sieg der Selbstverwaltung

„Dass sich der 14-köpfige Vorstand der AUVA in seiner Sitzung am 21. August doch noch einigen konnte, einem Sparpaket der Regierung zuzustimmen, ist gravierenden Änderungen im Reformpapier zu verdanken“, erklärt der ÖAAB-FCG-Fraktionsvorsitzende Fritz Pöltl auf die Kritik der FSG zur mehrheitlichen Zustimmung. Im so veränderte Sparpaket, das der Vorstand mit nur fünf Gegenstimmen akzeptiert hat, wird der AUVA nicht nur der Weiterbestand gesichert, es wird auch schriftlich garantiert, dass es keine Kündigungen und in Zukunft auch keine Privatisierung der Krankenanstalten geben wird. Pöltl: „Dies wurde erst auf Antrag unserer Arbeitnehmervertreter in das Reformpapier aufgenommen.“

Schließung vom Tisch

Die AUVA bleibt damit ein selbstverwalteter Träger mit den vier Handlungsfeldern Unfallprävention, Akutbehandlung, Rehabilitation und Rentenleistungen. Gleichzeitig soll die AUVA aber noch effizienter und leistungsfähiger werden. Möglich wird diese Effizienzsteigerung, weil die Sparvorgabe der Gesundheitsministerin von 500 Millionen Euro auf 135 Millionen reduziert und im überarbeiteten Reformpapier sogar eine Bestandsgarantie für die AUVA abgegeben wurde. „Erst damit war die angedrohte Schließung der AUVA endgültig vom Tisch“, erklärt Pöltl. Es sei bei den Verhandlungen nicht nur gelungen, harte Sparvorgaben der Regierung zu erfüllen, sondern auch dafür zu sorgen, dass nicht bei den Patienten und Leistungen gespart werde.

Politik gefordert

Über die noch ausständigen 294 Millionen Euro des Sparpaketes muss nun der Gesetzgeber durch Änderungen im ASVG sorgen. Darin sind etwa die Abdeckung der Behandlung von Freizeitunfällen durch andere Versicherungsträger und die Entgeltfortzahlung für Klein- und Mittelbetrieb enthalten. Fritz Pöltl: „Wir werden ganz genau darauf achten, dass jetzt auch die Politik ihre Versprechen voll erfüllt und nicht die Versicherten für die fehlenden Millionen zur Kasse bittet!“