104. Internationaler Frauentag – Es gibt noch immer viel zu tun!

Gesellschaftliche Balance und Chancengleichheit sind auch weiterhin die Herausforderungen von heute und morgen

„Der 104. Internationale Frauentag am 8. März ist Anlass, die Errungenschaften zur Gleichberechtigung aufzuzeigen, aber auch darauf aufmerksam zu machen, dass es noch Vieles zu tun gibt, denn von echter Gleichberechtigung ist unsere Gesellschaft noch sehr weit entfernt“, fasst Monika Gabriel, Bundesfrauenvorsitzende der Fraktion Christlicher Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter (FCG), die Herausforderungen in der Frauenpolitik zusammen.

Gabriel: „Gerade für Frauen ist es nach wie vor schwierig sich (gesellschafts-) politisch zu engagieren. Trotz hervorragenden Netzwerken und guter Ausbildung ist die Politik und die Standesvertretung noch immer sehr männlich dominiert. Quoten, Reißverschlusssysteme oder Delegierungsprinzipien mit Vorrang für Frauen sind nur einige wenige Systeme, die dieser Männerdominanz entgegenwirken sollen. Aber auf weite Sicht muss es zur Selbstverständlichkeit werden, dass Frauen und Männer gleichberechtigt und partnerschaftlich die Interessen der Gesellschaft vertreten sollen.“

„Um heute aber nicht nur über Negatives zu Resümieren, muss auch das positive angemerkt werden. Die Novelle des Gleichbehandlungsgesetzes hat – nach langen und zähen Verhandlungen – ein Mehr an Transparenz gebracht. In vielen Bereichen zeigen sich positive Auswirkungen dieser Novelle, wie zum Beispiel, dass das Anführen von Mindestbezahlung bei Stellenausschreibungen weitgehend selbstverständlich geworden ist, oder die Erstellung von Einkommensberichten sowie die Übermittlung an die Betriebsratskörperschaften“, so Gabriel weiter.

„Nutzen wir den Tag ganz besonders, um über die Erfolge in der Frauenpolitik zu reflektieren, nutzen wir ihn aber auch, um darüber nachzudenken, was wir tun können, um die Gleichberechtigung in vielen Bereichen weiter voranzutreiben“, fordert Gabriel abschließend.