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>   Grete Rehor – eine Pionierin der Gewerkschaftsbewegung

„Grete Rehor war eine starke und außergewöhnliche Frau. Sie war eine Pionierin und eine Christgewerkschafterin der ersten Stunde. Die christlich-soziale Wertewelt war die Basis für ihr politisches Engagement. Grete Rehor hat Großartiges geleistet. Sie war eine der ganz Großen in der Gewerkschaftsbewegung“, würdigt der Bundesvorsitzende der FCG, ÖGB-Vizepräsident Norbert Schnedl, das Wirken von Grete Rehor anlässlich ihres 100. Geburtstages.
„Grete Rehor beließ es nicht bei Lippenbekenntnissen, ihr Motto war ‚Tu etwas!’. Diese Maxime hat ihr Handeln in allen Bereichen geprägt. Ihr Einsatz für gerechten Lohn und die Anerkennung der Leistungen der Frauen wurde und wird Jahre später als Motor für zahlreiche frauenpolitische Initiativen im Parlament gesehen“, so Schnedl.

„Viele Weggefährten beschreiben Grete Rehor als konsensorientiert, aber beharrlich. Diese Beharrlichkeit war es auch, die nach jahrelangen Bemühungen - am 1. Dezember 1969, unter Grete Rehor als Ministerin für soziale Verwaltung, einen Beschluss über das Arbeitszeitgesetz möglich machten. Mit dem Gesetz liegt die erste österreichische Regelung für die Arbeitnehmer über 18 vor. Und es beinhaltet bereits die gesetzliche Festlegung auf die 40-Stundenwoche, die dann ab 1975 Realität wird. Ein großartiger Erfolg und Meilenstein für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer“, skizziert Schnedl den Werdegang eines der wichtigsten Gesetz unter Ministerin Rehor.

„Der Einsatz und das Engagement von Grete Rehor reicht weit über ihre aktive Zeit als große Politikerin hinaus. In ihrem Ruhestand widmete Grete Rehor ihre Arbeit den Menschen mit Behinderung. Grete Rehor war in ihrem Handeln und in ihrem Einsatz für Gerechtigkeit beispielgebend und soll uns ein leuchtendes Vorbild sein“, so Schnedl abschließend.
29.06.2010 14:05

Kategorien: Familie, Frauen, Arbeitsrecht
© FCG, 07.09.2010 20:22
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